Was ist Schamanismus?

Fangen wir doch mit dem an , was man landläufig so hört …

Schamanismus …

  • ist keine Religion, Sekte oder Kirche
  • ist keine Wissenschaft, und steht auch nicht in Konkurrenz zu Medizin oder irgendeiner Religion.
  • ist kein esoterisches Getue und
  • hat nichts mit “Licht und Liebe” und Realitätsverlust zu tun.

“Schamanismus ist eine ganzheitliche naturverbundene Weltanschauung und Sichtweise auf die Welt und die Zusammenhänge in der Natur (der Menschen ist ein Teil der Natur!), etwas mit anderen Augen zu sehen und mit Körper, Geist und Seele auf einer ganz praktischen Art zu arbeiten.
Und hat spannenderweise sehr viel gemeinsam mit der ältesten Heilkunst der Welt, dem Ayurveda.”

Jörg Mäsing, Coach, Unternehmensberater und Druide.

Im Schamanismus besteht alles aus drei Teilen: Körper, Geist und Seele.

Und alles hängt mit allem zusammen. Es ist wie ein großen Netz. Es gibt viele Knotenpunkte und an welcher Stelle auch immer man zieht entsteht eine Bewegeung im gesamten Netz. Man nimmt Einfluß auf das gesamte System, alles verändert sich!

Die nordamerikanischen Ureinwohner sagen “Alles, was einen Schatten wirft, hat eine Seele”. Das beschreibt es recht gut, und so betrachtet der schamanisch praktizierende Mensch seine Umgebung in einer Art und Weise, die nicht nur das rein Materielle / Äußere / Sichtbare betrifft. Er blickt darüber hinaus und /oder dahinter.

So ist er in der Lage die momentane Situation, die Krankheit, die Schmerzen, die Geschichte des Menschen, mit anderen Augen zu betrachten. Er wechselt die Perspektiven.

Im schamanischen Weltbild gibt es vier Ebenen, die ganz unterschiedliche Betrachtungsweisen haben.

  1. Die erste Ebene ist die des körperlich Materiellen, symbolisiert von der Persona der Schlange.
    Sie betrachtet “das Naheliegende”. Instinktgesteuert. Es geht um das blanke Überleben.
  2. Darüber befindet sich die geistig emotionale Ebene, symbolisiert als Persona von der Raubkatze.
    Neugierig. Hinterfragend “Warum passiert was”. Sie sieht gut im Dunklen, im Verborgenen, findet, was es zu finden gilt.
  3. Die Ebene darüber ist die Ebene der Seele – als Persona z.B. der Adler oder ein anderer großer Vogel.
    Von ganz oben betrachtend, das große Ganze sehend, über allem schwebend mit weitem Blick und dann sich auf etwas stürzen, wenn es Richtig und Wichtig ist.
  4. Darüber findet sich die Ebene der Spiritualität.
    Die ganzheitliche Sicht, oder die göttliche Ebene, das große Bewusstsein. Die Verbindung zu und mit Allem.

Von jeder dieser Ebenen aus betrachtet, sieht ein und dieselbe Situation ganz anders aus, aus anderen Blickwinkeln, mit anderen Schwerpunkten, mit anderen Anforderungen an die eigenen Bedürfnisse.

Und im Endeffekt ist es erst dann richtig gut, wenn wir es schaffen, die Bedürfnisse nicht nur einer Ebene zu bedienen.

Genau das machen schamanisch Praktizierende.


Die Betrachtung der aktuellen Situationen im Leben aus schamanischer Sicht ist auch deshalb so hilfreich, weil es sowohl den Blick für das Detail, wie auch den Blick für das große Ganze beinhaltet.

In ihren jahrhundertelangen Beobachtungen der Natur erkannten schamanisch Praktizierende aller Kulturen, dass alles Materielle eine eigene Energie und einen eigenen Geist / Willen besitzt.
Die Natur, Menschen, Steine, Flüsse, Firmen, Häuser, Krankheiten, Emotionen, Ahnen, Glaubenssätze, Flüche, etc., alles besitzt eine eigene Energie, ein eigenes Wesen, einen eigenen Spirit.
Und alles ist miteinander verwoben.

So können zum Beispiel Schmerzen in der Schulter, rein medizinisch betrachtet, aus einer Verspannung oder Entzündung heraus entstehen, und natürlich wäre ein Arztbesuch ratsam.
Aus schamanischer Sicht heraus könnten die Ursachen auf einer ganz anderen Ebene zu finden sein. Es könnte auch eine energetische Verbindung, zu einem Menschen, einem Ort sein, oder ein tiefgreifender Vorfall, der hier seinen Ausdruck findet.
Jede Krankheit hat ihre eigene “alte Geschichte”, die einher geht, mit unterschiedlichen Energien.

Schamanen haben, einfach formuliert, in sich einen Zugang gefunden, diese unterschiedlichen Energien zu finden, zu deuten und sie zu beeinflussen.


Dem Schamanismus wurde 1980 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen dieselbe Bedeutung zuerkannt wie der westlichen Medizin.


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